Losar la Tashi Delek, liebe Sangha!

Am 27. Februar ist Tibetisches Neujahr, der Übergang ins Jahr 2144, dem Jahr des Feuer-Vogels.

Losar ist eine Zeit des Übergangs und ein günstiger Zeitpunkt, um sich auf das kommende Jahr auszurichten. Man sagt, dass unsere Handlungen speziell an diesem Tag und im ganzen ersten Monat die Qualität für das kommende Jahr bestimmen können. Wenn wir an diesem Tag praktizieren, vervielfältigt sich die Wirkung, multiplizieren sich die Verdienste – zum Wohle aller Wesen. Eine hervorragende Gelegenheit für Wunschgebete und für die Übung von Großzügigkeit, also auch für Spenden. Lasst uns im Rahmen unserer Möglichkeiten uns Zeit für Praxis nehmen, alleine oder gemeinsam mit anderen, um gute Energien, Mitgefühl, Klarheit, Gleichmut, Einsicht und was auch immer die Praxis hervorbringt, in die Welt und ins kommende Jahr zu senden, für alle Wesen.
Seit Wochen sind viele befremdet und erschreckt vom Auftreten und Verhalten des aktuellen US-Präsidenten. Auch hier in Europa und an vielen anderen Orten sehen wir Irritationen, Spaltung und radikale Tendenzen. Umso wichtiger ist es, uns darauf zu besinnen, dass wir mit unserer persönlichen Meditationspraxis, von unseren Lehrer*innen in einer lebendigen Linie übermittelt, einen kostbaren Anker haben, auf den wir immer zurück greifen können, auch oder gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Und wir können so auch unsere Verantwortung als Menschen, die in diese Zeit hinein geboren wurden, wahrnehmen.

Wir haben Lama Tsültrim um eineLosar-Botschaft für uns, für die deutschsprachige Tara Mandala Sangha gebeten. Aus ihrem intensiven Schreibretreat für ihr neues Buch zum Mandalaprinzip „Meeting the Mandala“ schickt sie uns folgende Worte – wir haben es übersetzt:

In diesen schwierigen Zeiten, in denen die Frauenrechte in den USA in Frage gestellt sind, trifft unsere langjährige Betonung des heiligen Weiblichen nun auch auf den Mainstream in der Form von Aktivismus. Zum Beispiel hat Beyonce in ihrer Darbietung zum Grammy Award so kraftvoll (als schwarze Frau) die Dunkle Göttin und die Mutterschaft geehrt und die Kraft von Schwangerschaft als Wiedergutmachung und Rückgewinnung weiblicher Kraft dargestellt… die Sprache der Bilder dazu war unglaublich! Ich liebe es. dass das heilige Weibliche die Popkultur auf so tiefgründige Weise erreicht hat.

Link zur Performance von Beyonce: www.youtube.com/watch?v=A_Y5g-0kQx8

Ich empfinde die Existenz von Tara Mandala als ein Zentrum und all unsere Praxisübungen als eine Quelle für Frauen und Männer, um zur Bedeutung und Kraft des Weiblichen zu erwachen.

Für die Menschen in Europa könnte es interessant sein, zu überlegen, auf welche unterschiedliche Arten sie ihre Arme ausstrecken und sich zugänglich machen könnten in diesen herausfordernden Zeiten. Das könnte etwas sein, worüber diskutiert werden könnte.“

Diese Frage unserer Lehrerin möchten wir gern aufgreifen.
Was ist es, das wir – Frauen und Männer – tun können, um diese Kraft des heiligen Weiblichen zum Erwachen zu bringen, für ein heilsames Gleichgewicht in der Welt?
Was kommt Euch in den Sinn?
Oder was ist es, das Ihr bereits jetzt schon macht?
Wir freuen uns über Nachrichten, Anregungen und Ideen von Euch!
Schreibt uns Eure Gedanken dazu in Kurzform an: m.heiss11@googlemail.com (Maria Heiss, Mandala-Organisatonsteam). Wir sammeln sie und werden sie in der Form eines Newsletters mit Euch teilen. Auch bei unserem Sanghatreffen im Kamalashila (siehe unten) wird es Gelegenheit zum Austausch dazu geben.

Und nun noch einmal Euch allen ein „Happy Losar“!
Gudrun Binder für das Mandala

 

!!! Save the Date !!!
9.-11. Juni 2017, Sangha-Treffen im Kamalashila

Wir freuen uns, Euch zum diesjährigen Sanghatreffen einzuladen.
Es findet von Freitag, 9. Juni, 18 Uhr (Beginn mit Abendessen) bis Sonntag, 11. Juni, 13 Uhr (Ende mit Tsog) im Kamalashila statt. Voraussichtlich können wir den Lakhang nutzen, da wir die einzigen Gäste sind.
Die Lehrerinnen Barbara Staemmler, Dagmar Löwenkamp und auch Gudrun Binder werden Belehrungen zu den 6 Paramitas, zu Tsog und den dazugehörigen Mudras geben. Vor allem den 6 Paramitas und wie wir sie in uns entwickeln können, wird unser Treffen gewidmet sein. Außerdem gibt es Raum für Erfahrungsaustausch, gemeinsames Chöd und vieles mehr.

Wir freuen uns auf gemeinsames Praktizieren und Miteinandersein. Bitte reserviert Euch das Zeitfenster. Die detaillierte Ausschreibung mit Anmeldeformular folgt im März.

Herzlich verbunden
Euer Mandala

2017-05-20T14:37:44+00:00