Unser Sanghatreffen

 im Kamalashila-Institut am 9.-11 Juni 2017

Dies ist ein Bericht von unserem wunderbaren Treffen vor zwei Wochen in der Eifel. Unser Wunsch war es, hier einen guten Rahmen gemeinsamer Praxis zu haben, aber auch genügend Raum für individuellen Austausch, damit die Sangha „lebt“.

Wir hatten das Kamalashila-Institut zu unserer freien Verfügung, wurden dort wie immer sehr gastfreundlich aufgenommen und konnten uns im Lakhang, dem Schreinraum, in dem auch Lama Tsültrim viele ihrer Belehrungen gegeben hat, versammeln und praktizieren. Einige TeilnehmerInnen kamen aus Österreich und der Schweiz sowie aus Süddeutschland und hatten einen weiten Weg auf sich genommen. Zur Begrüßung zeigte sich nach heftigen Regengüssen am Nachmittag für das ganze Wochenende strahlende Sonne und kristallklare Sicht. Am ersten Abend gab es eine Vorstellungsrunde zum Einstimmen und danach das Namkai-Norbu Rinpoche-Chöd als Abendpraxis.

Der Samstagmorgen begann mit einer gemeinsamen Prajna-Paramita-Praxis. Nach dem Frühstück gaben die drei Lehrerinnen Barbara Staemmler, Dagmar Löwenkamp und Gudrun Binder abwechselnd Unterweisungen zu den ersten drei Paramitas Großzügigkeit, Disziplin und Geduld. Zu jeder der Tugenden passend bekamen wir kurze Übungen zu zweit, die uns deutlich machten und nachspüren ließen, wie wir sie in verschiedenen Facetten konkret in unserem Leben erfuhren und wie eng sie miteinander verwoben sind. Am Nachmittag ging es weiter mit Freudiger Anstrengung“, „Meditation und der Königin der Tugenden, ohne die sich alle anderen nicht wirklich manifestieren können – Weisheit. Wir erfuhren sehr feinfühlig und präzise in den Belehrungen die Zusammenhänge und in Übungen wurde durch unsere sehr erfahrenen Lehrerinnen Raum geschaffen für Erfahrung.

Bei herrlichem Sonnenschein konnten wir am Samstagnachmittag ein ausführliches Sharing im großen Kreis draußen in der Nähe der Stupa abhalten zum Thema Aktivitäten und Bedürfnisse in der Sangha. So gut zu hören, wie die einzelnen Praxisgruppen zusammen üben, was sich bewährt und was dabei wichtig ist! Demnächst findet Ihr auf der Webseite eine aktualisierte Liste der Regionalgruppen.

In der Gruppe anwesend war auch Ken Sloan, der im Laufe des letzten Jahres unsere Webseite völlig neu heraus gebracht hat und der nun den neuen Mitgliederbereich vorstellte. Dieser steht ab sofort als Forum für Austausch verschiedenen Gruppen und den Mitgliedern an sich zur Verfügung und wir freuen uns, wenn er genutzt wird!

Außerdem stellte sich der Vereinsvorstand von Tara Mandala Deutschland e.V. vor und zeigte auf, dass im letzten Jahr Vieles erreicht worden ist und dass der Verein dazu beiträgt, der Sangha mit dem, was sie braucht – Retreats mit LehrerInnen, Übersetzungen, Texte drucken u.v.m. – eine stabile Handlungsbasis zu geben. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!

Am Abend praktizierten wir gemeinsam das Parchangma Chöd aus dem Dzinpa Rangdröl-Zyklus. Danach stellte uns Minka Hauschild, seit vielen Jahren Schülerin von Lama Tsültrim, selbst Lehrerin, Künstlerin und Reiseleiterin, in einem Diavortrag die im Mai 2018 geplante Reise zum Mount Kailash vor. Weil sie den Berg seit vielen Jahren umrundet und Tibetkennerin ist, konnte sie den Anwesenden mit großartigen Bildern und vielen Anekdoten einen äußerst lebendigen Eindruck vermitteln.

Am Sonntagmorgen konnten wir Prajna Paramita gemeinsam auf der Wiese praktizieren – wunderbar unter strahlendem freien Himmel! Der Vormittag war einer genauen Erklärung zum Tsog in Bedeutung und Durchführung von Barbara Staemmler gewidmet. Das Festmahl wurde gemeinsam vorbereitet und danach feierten wir Tsog im Rahmen des Namkai Norbu Rinpoche-Chöds. Lieder und Gedichte wurden vorgetragen, der Segensregen war bei allen spürbar und groß waren die Freude und Dankbarkeit über die wunderbare Zeit zusammen.

Die Gruppenfotos, die am Ende noch vor der Stupa entstanden, findet Ihr auf der Webseite im Mitgliederbereich bei der Gruppe <Sanghatreffen>.

Eine weitere Gelegenheit, sich mit der Sangha zu verbinden, wird es vom 09.-12.November 2017 in Steinen mit einem verlängerten Wochenende geben. Dies soll ein Sangha-Retreat werden, eine Möglichkeit, in Kleingruppen die eigene Praxis zu üben und gleichzeitig beisammen zu sein. Wir freuen uns auf viele TeilnehmerInnen!!
Einige Impressionen von Teilnehmerinnen:

Für mich war es das erste Mal, dass ich beim Sanghatreffen war.

Mein Wunsch, Chöd zu lernen, ist gewachsen und das, was parallel während der wunderbaren Praxis in der Runde möglich war, hat mich sehr berührt.

Dann war die Übung von Barbara zu den Paramitas eine Offenbarung, das Beschenkt werden. Da ist mir ganz viel klargeworden: Die sichtbare Motivation war eine sehr kostbare Erfahrung!

Mich hat außerdem Yamunas Geschichte sehr berührt. Ich höre sie immer noch innerlich, eine starke Erfahrung, mit einer beeindruckenden Stimme erzählt! Die Schilderung vom Arbeitsplatz in der unmittelbare Nähe vom Hochöfen und Autobahnstaus in der Verbindung zu den Leichenfeldern von Machig Labdrön…und DA jeweils die Natur des Geistes aufrecht erhalten als Herausforderung…Wow! Wie passend!

Für die Kailash-Umrundung wünsche ich mir ein Wunder, dass ich mitfahren kann!

Brigitta aus Frankfurt

 

Es hat mir außerordentlich gut getan,

endlich mal wieder Sangha zu erleben und gemeinsam Praxis zu machen. Ein Netz, das mich wunderbar mitträgt – so hat es sich angefühlt. Ich habe jetzt wieder viel mehr Energie für meine Praxis alleine.

Recht beeindruckend fand ich, dass es so rege Aktivitäten der unterschiedlichen Teilsanghas gibt. Und zu alledem hab ich noch viele interessante Menschen an diesem schönen Wochenende kennengelernt
Doris aus Österreich
Sanghatreffen von einer Sangha in Wachstum und Entwicklung.

Chödpraxis am ersten Abend: So viele Chödpas und Chödmas! Soviel Kraft und Wohlklang!

Bereichernde Belehrungen von den drei Lehrerinnen (auch hier Wachstum) an dem Samstag, die mich wieder tiefer mit dem Dharma verbunden haben.

Was für eine schöne Entwicklung, dass Heike-Andrea und Yamuna die Prajna Paramita-Praxis am Morgen angeleitet haben! Wie schön es ist, eine neue Stimme, eine neue Schwingung und Anweisungen mit anderen Formulierungen zu hören.

Der Austausch über die regionalen Gruppen, der wieder ein Gefühl von Wachstum vermittelt hat. Wir werden immer mehr, immer präsenter.

Am letzten Tag die Belehrungen zum Tsog und – Gran Finale: Chöd -Tsog.

OM AH HUM: Machig Labdröns Präsenz im Raum war einfach nicht zu übersehen.

Vielen Dank für das schöne Wochenende. Ich bin wieder „back on track“ mit meiner Praxis und Verbundenheit mit Dharma und Sangha.
Lisa aus München

 

2017-06-27T15:59:02+00:00